Wie streiche ich eine Raufasertapete ohne Bahnen zu sehen?

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Wie streiche ich eine Raufasertapete ohne Bahnen zu sehen?

Das Geheimnis eines makellosen Anstrichs auf Raufasertapete liegt nicht im Malen selbst, sondern in der gründlichen Vorbereitung und der richtigen Technik. Bevor Sie überhaupt den Pinsel in die Farbe tauchen, müssen Sie die Wand von losen Fasern und Staub befreien, idealerweise mit einem leicht feuchten Tuch oder einem Staubsauger mit Bürstenaufsatz. Der kritischste Punkt ist das Grundieren: Tragen Sie immer eine dünne Schicht eines hochwertigen Haftgrunds auf, denn dieser zieht in das Saugpapier ein, verhindert ein ungleichmäßiges Aufziehen der Farbe und sorgt dafür, dass die späteren Anstriche gleichmäßig glänzen. Lassen Sie diese Grundierung über Nacht vollständig trocknen, erst dann ist die Oberfläche bereit für den eigentlichen wand anstrich. Zudem sollten Sie die Tapete auf eventuelle Beschädigungen oder lose Stellen prüfen und diese vorab mit etwas Tapetenkleister reparieren, sonst heben sich diese Bereiche später als dunkle Schatten ab.

Für den eigentlichen Anstrich kommt es auf das richtige Werkzeug und eine konsequente Arbeitsweise an. Verwenden Sie eine großflächige Farbwalze mit mittellangem Flor (ca. 10 mm) und einen separaten, schmalen Pinsel für Kanten und Ecken. Füllen Sie die Farbe in eine Wannen-Einlage mit Riffelblech, um die Walze gleichmäßig zu benetzen und überschüssige Farbe abzustreifen – nasse, tropfende Walzen sind die Hauptursache für dunkle Flecken und sichtbare Übergänge. Streichen Sie nun immer in einer einzigen, zusammenhängenden Bahn von der Decke bis zum Boden, ohne die Rolle abzusetzen.  www.okaicom.de  zügig im sogenannten „Nass-in-Nass“-Verfahren: Jede neue Bahn überlappen Sie etwa fünf bis zehn Zentimeter mit der vorherigen, solange diese noch feucht ist. Nur so verschmelzen die Ränder nahtlos, und es entstehen keine hellen oder dunklen Streifen. Vermeiden Sie es unbedingt, an einer bereits angetrockneten Stelle erneut zu rollen, denn das hebt die Faserstruktur an und hinterlässt sichtbare Schlieren.


Wenn der erste Anstrich vollständig getrocknet ist – nach etwa vier bis sechs Stunden –, beurteilen Sie das Ergebnis bei seitlichem Lichteinfall. Meist ist ein zweiter Anstrich nötig, um eine vollständig deckende und gleichmäßige Oberfläche zu erhalten. Für diesen zweiten Durchgang können Sie die Farbe leicht mit bis zu fünf Prozent Wasser verdünnen, das verbessert das Verlaufen und reduziert die Riefenbildung. Entscheidend ist nun, dass Sie die gleiche Rollrichtung wie beim ersten Mal beibehalten, also ebenfalls von oben nach unten arbeiten. Diese Konsistenz ist der Schlüssel, denn das feine Rautenmuster der Tapete bricht das Licht unterschiedlich, je nachdem, in welche Richtung die Farbe aufgetragen wurde. Gehen Sie beim zweiten Anstrich noch gleichmäßiger und mit etwas weniger Druck vor, um die Struktur nicht zu beschädigen. Nach dem Trocknen sollten Sie das gesamte Zimmer noch einmal mit einer hellen Lampe schräg zur Wand abschreiten, um letzte Störstellen zu finden. Nur diese akribische Sorgfalt, kombiniert mit dem Wissen, dass ein perfekter wand anstrich auf Strukturtapeten immer aus Vorbereitung, Methode und Geduld besteht, führt zu einem Ergebnis ohne jede sichtbare Bahn. Der zweite Auftrag ist dabei meist die halbe Miete, denn er gleicht kleinere Unebenheiten des ersten aus und versiegelt die Oberfläche endgültig.